2010
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Hockenheim Saisonabschluss |
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Geschrieben von: Administrator
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Mittwoch, den 11. Januar 2012 um 18:37 Uhr |
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17. – 19. September 2010
Am Donnerstag ging es dann mit dem Flugzeug zurück nach Deutschland und direkt mit dem Wohnmobil nach Hockenheim. Der Temperaturwechsel war enorm: von sonnig-heißen 37 Grad auf feucht-kühle 18 Grad.
Bereits am Freitagmorgen um 9.00 Uhr saß ich auf einer 125 Honda aus der Königsklasse, um für den Gaststart in der IDM zu trainieren. Möglich wurde dieser Gaststart in der IDM beim Saisonabschluss in Hockenheim durch Wolfgang Wegner, Kamp-Lintfort, Sicura Autoglas, Kempen und Getränke Esch in Nettetal.
Zusätzlich absolvierte ich noch den letzten Lauf des ADAC Junior Cup. Es hieß also, 9.00 Uhr, 11.30 Uhr und 14.00 Uhr 125 Honda IDM, um 15.50 Uhr ging es dann auf die leistungsschwächere Junior Cup Aprilia. Mein Kommentar nach der freien Training: „Papa, nimm den Lappen aus dem Vergaser der Aprilia. Das ist ja wie Chopperfahren!“
Trotz der sehr unterschiedlichen Maschinen und Rennklassen konnte ich mich im ADAC Junior Cup nach zwei spannenden Zeittrainings auf einen fünften Startplatz freuen.
Das Junior Cup Rennen wurde bereits am Samstagnachmittag gestartet, da anschließend die große Siegerehrung stattfindet. Nach einem guten Start hielt ich mich bis zur vorletzten Runde auf Platz sechs, als mir in der Sachskurve im Motodrom das Vorderrad einklappte und ich in den Kies rutschte. Unter dem Jubel und Applaus der zahlreichen Zuschauer hob ich die Maschine wieder auf, brachte sie in Gang und fuhr das Rennen mit einem 15 Platz zu Ende. In der Gesamtwertung blieb ich auf Platz acht und freute mich am Abend über den dazugehörigen Pokal sowie ein Foto der Zieldurchfahrt des Rennens in Schleiz, wo ich 5 cm hinter Max Eckner den Zielstrich passierte.
Ziel für den IDM Lauf war es, die Qualifikationszeit zu schaffen, da es mein erster Start in dieser Klasse auf einem geliehenen und nicht konkurrenzfähigen Motorrad war. Zu den Spitzenfahrern mit über 56 PS fehlten mir ca. 12 PS. Aber ich kämpfte tapfer, verbesserte stetig meine Zeiten und konnte mich ohne Probleme auf Platz 42 mit einer Zeit von 1.41.943 qualifizieren, und lag damit gut 6,5 Sekunden unter der Qualifikationszeit von 1.48.527.
Am Sonntagmorgen bestritt ich dann mein erstes Rennen in der IDM. Am Start konnte ich einige Plätze gutmachen und fuhr ein sicheres Rennen. Ich wurde zwar aufgrund der mangelnden Leistung meiner Honda überrundet, konnte aber das Rennen als 29. beenden. Die Rundenzeiten waren auch in Ordnung, und so steht einem Start in dieser heiß umkämpften Klasse eigentlich nichts entgegen – außer der Finanzierung.
Hier sind nun noch weitere Planungen nötig; ein Team ist auf jeden Fall bereits gefunden, dass sehr gerne mit uns in den folgenden Jahren zusammenarbeiten möchte. Das ich trotz der geringeren Leistung der eingesetzten Maschine gekämpft habe und nicht einfach nur hinterherfuhr, wurde mir hoch angerechnet. Zusammen mit dem Team um Guido Fiedler und meinem persönlichen Mechaniker Christian Splinter (ATU Kempen) hoffen wir, im nächsten Jahr eine komplette IDM-Saison auf die Beine stellen zu können.
So ging eine ereignisreiche, zum Teil auch anstrengende, aber auf jeden Fall sehr lehrreiche Woche zu Ende. Gleichzeitig ist die Motorradrennsaison nun bis zu den Weihnachtsferien auf Eis gelegt. Dann geht es voraussichtlich nach Calafat (Spanien) zum Trainieren für die nächste Saison, hoffentlich auf einer 125 IDM-Maschine mit ausreichend Leistung.
Ich freue mich auf jeden Fall auf die Zukunft und halte Euch auf dem Laufenden.
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Red Bull MotoGP Rookies Cup Selection |
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Geschrieben von: Administrator
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Mittwoch, den 11. Januar 2012 um 18:36 Uhr |
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12. – 16. September 2010
Das Thermometer zeigte 31 Grad, als wir in Sevilla ankamen. Ziel war die neue Rennstrecke in Monteblanco, auf dem die Endausscheidung für die neuen Fahrer des Red Bull MotoGP Rookies Cup 2011 stattfindet. Am Sonntagabend trafen die ersten 55 der insgesamt 115 eingeladenen Fahrer im Alter zwischen zwölf und sechzehn Jahren zu einem ersten Briefing. Hier wurde, wie im internationalen Rennsport üblich, auf Englisch das weitere Prozedere erklärt und die Streckenführung vorgestellt. Anschließend erhielten wir die Gruppeneinteilung. Ich wurde in die Gruppe B eingeteilt, was bedeutete, dass ich am Montagmorgen um 8.30 Uhr im Lockerroom (Umkleidebereich) sein musste. Dort wurde die Ausrüstung auf Mängel überprüft, anschließend erhielten die 8 Fahrer meiner Gruppe eine Einweisung in die Maschinen. Da ich noch nie zuvor eine Metrakit 125 mit etwa 37 PS gefahren bin, freute ich mich besonders auf diese neue Erfahrung.
Um 9.00 Uhr ging es dann endlich auf die Strecke. Ohne Probleme absolvierte ich diese 15 Minuten auf der für mich neuen Maschine und hatte viel Spaß. Nachdem alle sechs Gruppen gefahren waren, gab es ein leckeres Mittagessen und eine kurze Pause. Am Nachmittag ging es dann noch einmal auf die Strecke, diesmal für 20 Minuten. Bei über 37 Grad kein Vergnügen, aber die intensive Vorbereitung und Fitness zeigte hier den erwünschten Erfolg.
Ich konnte meine Zeiten und auch die Kurvenlage stark verbessern. Um 18.00 Uhr wurde dann mitgeteilt, welche Fahrer in die Endrunde kommen und damit am Mittwoch noch einmal unter den strengen Augen der Juroren fahren dürfen. Trotz der sehr großen Konkurrenz gehörte ich auch zu den insgesamt 25 ausgewählten Fahrern und habe mich sehr darüber gefreut, vor allem, wenn man bedenkt, dass ich ein absoluter Neuling auf der Maschine bin. Ich hatte mir keine großen Chancen eingeräumt, denn die Konkurrenz war echt stark. Das ich sogar den Meister aus dem ADAC Junior Cup 2010 geschlagen habe, hat mich echt gewundert. So freute ich mich auf den nächsten Tag am Strand, wo ich meine Akkus wieder auflud.
Der Mittwochmorgen begann mit dem üblichen Briefing, dabei wurde den verbliebenen 50 besten Fahrern der vergangenen beiden Tage auch die neue Streckenführung und Gruppeneinteilung vorgestellt. Anschließend erhielt jede Gruppe die Möglichkeit, innerhalb von drei Runden die Strecke fahrerisch kennen zu lernen. Dann begann das eigentliche Fahren. Jede Gruppe erhielt zwei Mal 20 Minuten, um die erfahrenen Juroren von unserem Talent zu überzeugen. Für mich verlief dieses Fahren ohne Probleme, ich hatte Spaß bei der Sache und kam auch mit der Hitze sehr gut zurecht. Am Abend dann die Entscheidung: Es wurden 14 Namen vorgelesen, meiner war leider nicht dabei. Zuerst war ich etwas enttäuscht, denn ich kam sehr gut mit der neuen Strecke und der Maschine zurecht. Aber die beiden Deutschen, die genommen wurden, fahren bereits seit zwei Jahren auf solchen Maschinen in der spanischen Meisterschaft, da waren meine Chancen sowieso sehr gering. Ich freue mich, dass ich es bis in die letzte Runde geschafft habe, schließlich haben sich über 300 Fahrer aus der ganzen Welt beworben. Und da dann auf Anhieb unter die Top 50 zu kommen, ist schon OK. AM Donnerstag haben wir uns dann noch Sevilla angeschaut, und sind am Abend zurück nach Deutschland geflogen. Mit dem Wohnmobil ging es direkt nach Hockenheim.
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Mittwoch, den 11. Januar 2012 um 18:34 Uhr |
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30. Juli – 01. August 2010
Zum sechsten Rennen ging es nach Schleiz auf die bekannte, nicht permanente Rennstrecke mit dem besonderen Charme: wenige Auslaufzonen, dafür genug Felder und Teiche, in denen auch schon mal die eine oder andere Maschine verschwunden war, sowie viele interessierte Zuschauer.
Im freien Training lief die Maschine die ersten 20 Minuten überhaupt nicht, aber dann hatten wir den Fehler zum Glück gefunden und ich konnte wenigstens die letzten 15 Minuten noch ein paar Runden fahren.
Auch im ersten und zweiten Zeittraining gab es technische Probleme, sodass ich nur wenige gute Runden fahren konnte. Schließlich reichte es nur für Startplatz 9. Ich war sehr unzufrieden damit.
Beim Rennen am Sonntag habe ich dann den Start total verschlafen und musste hart kämpfen, um nicht den Anschluss zu verlieren. Ich bewegte mich zwischen Platz 11 und 8. In der letzten Runde stand mir eine überrundete Fahrerin so ungünstig im Weg, dass ich in der Schikane nicht an ihr vorbei kam und so 2 Sekunden auf meine Gruppe verlor. Auf dem Zielstrich verpasste ich den zehnten Platz mit 0.008 Sekunden und wurde Elfter.
Ich konzentriere mich nun auf das Rennen in Assen in 3 Wochen und freue mich schon darauf. Bis dahin werden wir hoffentlich die technischen Probleme im Griff haben und ich endlich wieder weiter vorne ankommen.
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Mittwoch, den 11. Januar 2012 um 18:34 Uhr |
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16. – 17. Juli 2010
Der fünfte Lauf des ADAC Junior Cup fand im Rahmen der Motorradweltmeisterschaft am Sachsenring statt und war damit unser Saisonhighlight. Vor so einer Kulisse; am Wochenende waren über 220.000 Zuschauer da, zu fahren, ist schon etwas ganz Besonderes.
Ich hatte mir nach meiner Sturzserie in den letzten Rennen vorgenommen, das Ganze etwas ruhiger angehen zu lassen und diesmal auf jeden Fall in den Punkten anzukommen.
Das erste Zeittraining am Freitag Nachmittag begann trotz Temperaturen von über 35 Grad auch vielversprechend, bis ich in der siebten Runde zu schnell war, ins Grün kam, und dann nur noch eine Mauer auf mich zukommen sah. Zum Glück ist mir beim Einschlag nichts passiert, aber die Maschine war ganz schön ramponiert. Trotzdem wollte ich unbedingt am zweiten Zeittraining teilnehmen, denn durch die wenigen Runden war ich bis auf Platz 17 zurückgefallen.
Da nur knapp eine Stunde Zeit für die Reparatur zur Verfügung stand, musste alles sehr schnell gehen. Zum Glück haben uns andere Fahrereltern und Freunde geholfen, die Maschine wieder fahrbar zu machen. Ob sie aber ein 2. Training durchhält, war die Frage. Deshalb hatte ich die klare Ansage, erstmal langsam alles zu testen, und dann in Ruhe anzugreifen.
Das tat ich dann auch und konnte mich im Verlauf des 2. Zeittrainings bis auf die 9. Startposition vorarbeiten und war froh, dass die Maschine gehalten hatte.
Das Rennen startete dann am späten Samstagnachmittag vor vollen Tribünen bei angenehmen 22 Grad. Nach einem guten Start konnte ich mich locker auf Platz acht halten und wusste, dass ich eigentlich noch schneller konnte, aber der vor mir fahrende Fahrer ließ mir keine Möglichkeit, an ihm vorbei zu kommen. Um nicht wieder im Kies zu landen, und damit einen Nuller zu riskieren, blieb ich lieber hinter ihm und fuhr einen ungefährdeten achten Platz ein.
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Ausflug ins Kiesbett verhinderte Punkte |
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Mittwoch, den 11. Januar 2012 um 18:31 Uhr |
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18. – 20. Juni
Bei wechselhaften, aber trockenen Wetter wollte ich unbedingt viele Punkte holen, nachdem es am Nürburgring ja leider nicht ganz so gut geklappt hat. Das erste Zeittraining konnte ich mit der fünftbesten Zeit beenden, steigerte ich mich aber am Nachmittag und fuhr die drittschnellste Zeit. Damit stand ich wieder in der ersten Startreihe und hatte somit beste Vorraussetzungen für einen guten Start in das Rennen am Sonntag.
Am Sonntag ging es bei Sonnenschein in die Startaufstellung, nachdem kurz vorher noch ein kleiner Defekt an der Benzinzuleitung entdeckt und repariert wurde. Einem spannenden Rennen stand somit nichts im Wege. Nach einem verhaltenen Start kam ich als siebter aus der ersten Runde zurück, und kämpfte mich in meiner aus fünf Fahrern bestehenden Gruppe Runde für Runde an die Spitze dieser Gruppe, um die Verfolgung der ersten drei aufzunehmen.
Ich war mir sicher, dass ich wieder an die Führungsgruppe aufschließen könnte, aber ich hatte Mühe, auf der Geraden an den anderen vorbei zu kommen. In den Kurven konnte ich zwar viel später bremsen und war auch vor ihnen, aber auf den Geraden haben sie mich immer wieder bedrängt. Ich habe alles auf eine Karte gesetzt, und in Runde sieben von 13 noch etwas später gebremst, damit mich die anderen beim Beschleunigen nicht mehr überholen können. Das entpuppte sich aber als zu spät, denn ich musste in der Kurve noch nachbremsen, kam auf den dreckigen Teil der Strecke und rutschte dann weg. Da die Kette und das Ritzel beschädigt wurden, konnte ich das Rennen nicht mehr aufnehmen und musste mit dem Streckenroller zurück gebracht werden.
Papa hat nun einiges zu tun, um die Maschine für das Rennen in vier Wochen wieder fit zu bekommen. Dann habe ich an gleicher Stelle noch einmal die Chance, Punkte zu holen. Da wir im Rahmen der Motorradweltmeisterschaft vor großer Kulisse (über 200.000 Zuschauer an dem Wochenende) fahren, ist das ein ganz besonderes Erlebnis, auch wenn Valentino Rossi diesmal leider nicht dabei ist. Dort werde ich dann auch versuchen, meinen Rundenrekord vom letzten Jahr, der diesmal nicht geknackt wurde, selbst zu verbessern.
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